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Hautpflege im Wundmanagement
Medizinische Fachkräfte spielen oft eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung und Früherkennung von Hautschäden. Eine gezielte Prävention vor dem Auftreten komplexer Hautprobleme ist entscheidend.1 Aber auch in späteren Stadien des Wundheilungsprozesses können vorbeugende Maßnahmen wie ein strukturiertes Narbenmanagement dazu beitragen, eine exzessive Narbenbildung zu vermeiden und so das Wohlbefinden der Patient*innen zu fördern.2
Bereits 10 bis 15 Minuten dauernder Kontakt mit Feuchtigkeit kann die Haut schädigen, zu Überhydratation und Schwellung führen. Darüber hinaus können Reibung und Scherkräfte die Hautfunktion beeinträchtigen und Verletzungen verursachen.1
Die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) zählt zu den häufigsten Hautproblemen bei Erwachsenen mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz.3 Sie wird durch physikalische und chemische Reizstoffe in Stuhl oder Urin verursacht.1 Die gemeldeten Prävalenzraten variieren stark und liegen zwischen 5,6 und 50 Prozent.4
Enzymatische Aktivitäten und Reizungen werden durch einen alkalischen pH-Wert verstärkt und treten häufig bei Patient*innen mit Harn- und Stuhlinkontinenz auf.4
Insgesamt entwickeln jedes Jahr 100 Millionen Patient*innen in Industrieländern Narben infolge von 55 Millionen elektiven Eingriffen und 25 Millionen Operationen nach Traumata.5 Übermäßige Narben entstehen aufgrund von Abweichungen im physiologischen Wundheilungsprozess und können nach jeder Schädigung der tiefen Dermis auftreten.6
Hypertrophe Narben treten in 40 bis 70 Prozent der Fälle nach Operationen und in bis zu 91 Prozent der Fälle nach Verbrennungen auf. Keloide sind seltener, können aber beispielsweise in afrikanischen Bevölkerungsgruppen 6 bis 16 Prozent der Fälle ausmachen.6