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Diabetisches Fußgeschwür: Vorbeugen und behandeln
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine häufige Komplikation des Diabetes mellitus: Im Laufe des Lebens ist etwa jeder vierte Mensch mit Diabetes davon betroffen. Das Risiko, ein DFS zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter.
Mögliche Folgen sind Haut- und Weichteilschädigungen bzw. die Entstehung von Wunden, bekannt als diabetisches Fußgeschwür oder diabetisches Fußulkus (DFU). Ursächlich hierfür sind vielfältige diabetesbedingte Schädigungen, wie z.B. die diabetische Polyneuropathie und die diabetische Mikro- und Makroangiopathie.
Infektionen bei diabetischem Fußgeschwür
19- 0%
aller Diabetiker*innen entwickeln im Laufe ihres Lebens ein diabetisches Fußgeschwür.[2]
Mehr als
0%
der Fußgeschwüre bei Diabetes infizieren sich.[3]
Bis zu
0%
der schwer infizierten diabetischen Fußgeschwüre führen zu einer Osteomyelitis.[4]
Infektionen bei diabetischen Fußgeschwüren: Vorbeugung & Behandlung
Eine Infektion von Fußgeschwüren bei Diabetes ist nicht nur mit einer verzögerten oder ausbleibenden Heilung verbunden – siekann auch dazu führen, dass eine stationäre Krankenhausbehandlung notwendig wird.
Darüber hinaus müssen 10 % bis 45 % der wegen einer Fußinfektion in einer Klinik behandelten Patient*innen innerhalb eines Jahres erneut aufgenommen werden – was zu erhöhten Gesundheitskosten führt.
Bei Personen mit einer schweren Knochenentzündung (Osteomyelitis) steigt zudem das Amputationsrisiko deutlich an.
Die Diagnose eines diabetischen Fußgeschwürs basiert in erster Linie auf diesen klinischen Anzeichen:[5]
Diese klinischen Untersuchungsmethoden werden dafür durchgeführt:[6]
Die Schwere diabetischer Fußinfektionen wird gemäß der IWGDF/IDSA-Klassifikation eingestuft:[6]
Keine systemischen oder lokalen Symptome oder Anzeichen einer Infektion
Reinigen mit Wundspüllösungen und Debridement durchführen
Eine Infektion liegt vor, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sind:
Ergänzen Sie ein „O“, wenn eine Osteomyelitis besteht
Infektion ohne systemische Manifestationen, aber mit diesen Symptomen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:
Jede Fußinfektion ≥ 2 cm mit systemischen Manifestationen, wie:
Bei mehr als 78 % der diabetischen Fußgeschwüre ist ein Biofilm vorhanden.[8]
Wird bei einem diabetischen Fußgeschwür ein Biofilm vermutet, braucht es eine Strategie gegen den Biofilm, die zwei Ziele verfolgt: 1. die Entwicklung einer Infektion verhindern und 2. die Heilung des Geschwürs fördern.[7]
Um den Biofilm von diabetischen Fußgeschwüren aufzubrechen und zu entfernen, reinigen Sie die Wunde mit Wundspüllösungen, die Tenside enthalten. Lösungen mit Polihexanid und Betain haben sich als vorteilhaft erwiesen, um den Biofilm aufzubrechen und den pH-Wert der Wunde zu verbessern.
Es wird empfohlen, mit Wundspüllösung getränkte Kompressen für etwa 5 Minuten aufzulegen.
Anschließend sollte das Wundbett sanft ausgewischt und ggf. noch einmal gespült werden, um den Bereich für das Debridement von abgestorbenem Gewebe vorzubereiten.
Das chirurgische (oder auch scharfe) Debridement ist die bevorzugte Methode zur Behandlung von diabetischen Fußgeschwüren. Dabei werden mit Skalpell, Schere oder Kürette nekrotische Gewebeanteile entfernt, bis eine leichte Blutung auftritt – ein Hinweis auf vitales Gewebe.
Die vorherige Anwendung einer Wundspüllösung wie Prontosan® verbessert die Effektivität dieses Verfahrens deutlich.
Die Verwendung von silberhaltigen Wundverbänden verhindert die Neubildung von Biofilm und reduziert die bakterielle Belastung.[7]
Verwenden Sie geeignete Wundauflagen, wie Alginat- oder Superabsorber-Wundauflagen, um das Exsudat effektiv zu kontrollieren.
Übermäßige Feuchtigkeit kann zu einer Mazeration der umliegenden Haut führen und die Wundheilung verzögern.[7]
20. November 2025 – 12:00 Uhr MESZ
Prof. Dr. José Luis Lázaro Martínez (Universidad Complutense de Madrid)
führt Sie durch die Herausforderungen bei der Behandlung diabetischer Fußgeschwüre und teilt Erkenntnisse sowie bewährte Verfahren im Infektionsmanagement anhand praxisnaher klinischer Fälle. Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Überblick – von der Diagnose bis zur Behandlung – einschließlich therapeutischer Ansätze und Strategien zur Patienten-Nachverfolgung. Die Vortragssprache ist Englisch.