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Leben mit Dialyse
Menschen mit Nierenversagen verbringen jede Woche viel Zeit mit Dialysesitzungen. Hinzu kommen regelmäßige Arztbesuche und Nachsorgetermine. Zeit und Energie werden so zu wertvollen und knappen Ressourcen im Alltag.
Überlegen Sie gezielt: Was ist mir im Leben wichtig? Was möchte ich tun? Was macht mich glücklich und zufrieden? Haben Sie Ihre Prioritäten gesetzt?
Jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf den Wochenablauf. Wir möchten Ihnen Tipps zum Zeitmanagement geben – damit Sie Ihren Alltag mit Dialyse besser planen, Ihre Zeit effektiv nutzen und persönliche Ziele leichter verwirklichen können.
Überprüfen Sie Ihre Aktivitätenliste und ordnen Sie sie den passenden Zeitfenstern zu. Einige Tätigkeiten lassen sich auch parallel zu Dialysesitzungen erledigen – z. B. Lesen. Andere erfordern Zeitfenster, in denen Sie ganz frei sind.
Dialyse braucht Regelmäßigkeit, um Ihre Gesundheit zu erhalten. Gleichzeitig gibt es Spielräume, die Sie nutzen können, um die Behandlung gut in Ihr Leben zu integrieren.
Viele Dialysezentren bieten Spät- und Nachtschichten an, damit auch berufstätige Patient*innen flexibel bleiben.
Dialysesitzungen nehmen mehrere Stunden pro Woche in Anspruch. Diese Zeit können Sie sinnvoll nutzen. Lesen, Musik hören, Fernsehen oder E-Mails bearbeiten – vieles ist möglich, während Sie dialysiert werden.
Im Laufe des Tages gibt es immer wieder kurze Zeitfenster, in denen Sie nicht vollständig beschäftigt, sondern nur teilweise eingebunden sind – etwa beim Pendeln oder Warten in einer Schlange. Diese Phasen eignen sich ideal für kleine Erledigungen und kurze Aktivitäten. Über eine Woche hinweg summieren sich diese kleinen Zeiteinheiten zu einer bedeutenden Zeitreserve.
Fernsehen kann unterhaltsam sein – aber gehört es zu Ihren Prioritäten im Leben? Wenn Sie bewusster fernsehen, können Sie mehrere Stunden pro Woche gewinnen.
Schalten Sie den Fernseher nicht aus Gewohnheit ein, sondern wählen Sie gezielt die Sendungen aus, die Ihnen wirklich wichtig sind – und streichen Sie den Rest.
Bis zu 15 Minuten pro Stunde Fernsehzeit bestehen tatsächlich aus Werbung. Wenn Sie fernsehen, nehmen Sie Sendungen auf und spulen Sie die Werbepausen vor.
Viele moderne Fernsehgeräte ermöglichen es sogar, Werbung beim Aufzeichnen automatisch herauszuschneiden.
Zeitmanagement bei Dialyse bedeutet für die meisten Menschen auch, die täglichen Haushaltsaufgaben klug zu organisieren. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Zeit einzusparen.
Kochen Sie zum Beispiel größere Portionen und frieren Sie einen Teil ein, den sie später nur aufwärmen müssen.
Anstatt einen ganzen Tag für Hausarbeit und Reinigung zu reservieren, verteilen Sie kleinere Aufgaben auf freie Zeitfenster zwischen anderen Aktivitäten.
Freunde sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und tragen wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei. Allerdings gibt es Menschen, die viel Zeit und Energie beanspruchen, ohne dass die Beziehung wirklich bereichernd ist.
Versuchen Sie, sich von solchen Kontakten zu distanzieren, und widmen Sie Ihre Zeit den Menschen, die Ihnen guttun und Ihnen etwas bedeuten.
Viele der oben genannten Tipps zum Zeitmanagement bei Dialyse können Ihnen helfen, Ihre Zeit effektiver zu nutzen. Genauso wichtig ist allerdings, dass Sie bei der Planung nicht übertreiben.
Es geht nicht darum, dass Sie möglichst viel erledigen. Es geht darum, Ihnen Freiräume für die Dinge zu schaffen, die Ihnen wirklich wichtig sind.
Die vorgeschlagenen Zeitlücken sollen Ihnen helfen, starre Abläufe zu vermeiden – und manchmal einfach Ihrem Bauchgefühl zu folgen, um das zu tun, was Ihnen guttut.