Infusionstherapie

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Bei der Infusionstherapie werden Patienten mit Infusionslösungen versorgt, die auf die entsprechenden Krankheitsbilder abgestimmt sind. Der behandelnde Arzt wählt aufgrund der gestellten Diagnose die Wirkstoffe aus, die zur Genesung des Patienten beitragen sollen. Die Lösung kann über ein Infusionsbesteck in die Vene des Patienten appliziert werden, um dort direkt in den Blutkreislauf aufgenommen zu werden.

Leidet ein Patient an Flüssigkeits- oder Volumenmangel, z.B. in Folge eines Blutverlustes, kann dieser durch speziell darauf abgestimmte Infusionslösungen therapiert werden. Mit dieser Flüssigkeits- oder Volumentherapie soll erreicht werden, dass sich der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wieder in einem ausgeglichenen Verhältnis befindet.

Bei Infektionen mit Bakterien oder Pilzen kann eine Infusionstherapie eingesetzt werden, um dem Körper die benötigten Antiinfektiva zuzuführen, die für eine Bekämpfung der Krankheitserreger sorgen sollen.

Klinische Prozesse in der Infusionstherapie

Um die richtige Behandlung am richtigen Patienten zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Dosierung und dem richtigen Volumen durchführen zu können, muss eine Abfolge bestimmter Schritte konsequent eingehalten werden.

Häufig sind verschiedene Verantwortliche involviert und bestimmte Aspekte benötigen besondere Aufmerksamkeit und Maßnahmen. Um ein möglichst hohes Maß an Effizienz und Sicherheit während solcher Abläufe und Maßnahmen zu erhalten, ist es wichtig, sich den ganzen Prozess mit allen relevanten Schritten anzuschauen. In der Infusionstherapie könnten die Prozessschritte wie folgt aussehen:

 

Bedarfserfassung

Der Arzt entscheidet über die geeignete Therapie des Patienten und kann bestimmen, welche Infusionslösungen sowie Medikamente verwendet werden sollten.

Zugang

Für die Verabreichung einer intravenösen Medikation ist die Anlage eines Zugangs erforderlich. In den meisten Fällen handelt es sich um einen periphervenösen Katheter, abhängig von der Therapie kann aber auch ein zentralvenöser Katheter oder ein implantierter Portkatheter notwendig sein.

Zubereitung

Für eine intravenöse Medikation ist es wichtig, die richtige Dosierung sowie das richtige Volumen zu verwenden. Einige Medikamente sind nicht gebrauchsfertig verfügbar. Diese müssen dann z.B. noch entsprechend verdünnt oder/und in Spritzen abgefüllt werden.

Applikation

Die Infusion des Medikaments in den Patienten erfordert den Einsatz von medizinischen Überleitungssystemen, sog. Infusionsbestecken. Diese Infusionsbestecke müssen zunächst vorbereitet und entsprechend entlüftet werden. Infusionslösungen können anschließend entweder mittels einer Infusionspumpe oder mit Schwerkraft appliziert werden.

Entlassmanagement

In manchen Fällen ist die Weiterführung einer Infusionstherapie auch nach der stationären Behandlung notwendig. Dies ist z.B. häufig bei onkologischen Patienten oder Kurzdarm-Patienten der Fall. Durch das Entlassmanagement werden alle Aktivitäten koordiniert und die Übergabe an einen niedergelassenen Pflegedienst organisiert. So kann gewährleistet werden, dass die Infusionstherapie unkompliziert, reibungslos und nachhaltig fortgesetzt werden kann.